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Georgien am geopolitischen Scheideweg?
Sa., 23. Aug.
|Virtuelle Veranstaltung


Zeit & Ort
23. Aug. 2025, 18:30 – 20:00
Virtuelle Veranstaltung
Über die Veranstaltung
In Europa spricht man seit dem russischen Angriff auf die Ukraine von einer geopolitischen Zeitenwende – für Georgien ist sie längst Realität. Bereits 2008, mit dem Krieg gegen Russland und der Besetzung Abchasiens und Südossetiens, erlebte das Land einen tiefen Einschnitt in seiner Sicherheits- und Außenpolitik. Seitdem navigiert Georgien in einem fragilen Gleichgewicht zwischen dem Westen und dem Druck aus Moskau.
Heute verschärfen sich die Herausforderungen erneut: Das am 8. August 2025 in Washington unterzeichnete Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan verschiebt die Kräfteverhältnisse im Südkaukasus. Der geplante Zangezur-Korridor eröffnet neue wirtschaftliche Routen, birgt aber auch geopolitische Risiken. Zugleich steht Georgiens innenpolitische Entwicklung auf dem Prüfstand: Die Unterdrückung demokratischer Kräfte, Einschränkungen der Medienfreiheit und wachsende Spannungen zwischen Regierung und Zivilgesellschaft lassen Zweifel am proklamierten EU-Kurs aufkommen.
Ekkehard Maaß, Schriftsteller, Publizist und profunder Kenner der Region, ordnet die Entwicklungen ein – von der Zeitenwende 2008 bis zu den aktuellen Machtverschiebungen – und…