
Starke Demokratie - unser Beitrag.
Wir engagieren uns für eine lebendige, widerstandsfähige Zivilgesellschaft. Wir schaffen Räume, in denen Menschen lernen, Informationen kritisch zu prüfen, Vielfalt wertzuschätzen und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten. In einer Zeit, in der sich Debatten zunehmend ins Digitale verlagern, geht es uns um Haltung: hinsehen statt wegscrollen, nachfragen statt nachplappern, widersprechen statt schweigen, wo Menschen abgewertet oder Fakten verzerrt werden.
Unsere Arbeit verbindet politische Bildung, Medienkompetenz und die Stärkung demokratischer Resilienz. Wir fragen: Wie bleiben Menschen urteilsfähig, wenn ihre Timelines voller Krisenmeldungen, Polarisierung und Verschwörungsnarrativen sind? Wie können Schulen, Vereine und Communities Schutzräume sein, in denen kontroverse Themen wie der Russland–Ukraine–Krieg oder Migration differenziert diskutiert werden? Wir unterstützen Institutionen dabei, digitale Zivilcourage zu fördern – mit Angeboten, die nah an der Lebensrealität der Teilnehmenden sind und zugleich klare demokratische Werte vermitteln.
ENGAGEMENT
Wir stärken Formen des Mitgestaltens, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und auf Teilhabe ausgerichtet sind. Im Fokus stehen Menschen, Initiativen und Bildungskontexte, in denen Verantwortung für das gemeinsame Zusammenleben übernommen wird – im Stadtteil, in Schulen, in Vereinen und online.
Engagement wird dabei als Ressource verstanden, die soziale Bindungen stärkt und demokratische Prozesse langfristig stabiler macht.
VIELFALT
Ausgangspunkt unserer Arbeit ist die Anerkennung der Menschenwürde und der Schutz der Grund- und Menschenrechte. Gesellschaftliche Vielfalt – unterschiedliche Biografien, Sprachen, kulturelle Bezüge und Lebensentwürfe – gilt als Normalität und Potenzial.
wir arbeiten diskriminierungssensibel, adressiert rassistische, antisemitische und andere gruppenbezogene Abwertungen und entwickelt Räume, in denen Erfahrungen, insbesondere im Kontext von Migration und Flucht, respektvoll verhandelt werden können.
DEMOKRATIE-RESILIENZ
Demokratie zeigt sich im Alltag: in der Art, wie Konflikte geführt, Entscheidungen getroffen und Rechte gewahrt werden. Wir setzen auf Bildungsformate, die politische und mediale Urteilskraft stärken und eine demokratische Streitkultur fördern – auch unter Bedingungen von Polarisierung, Desinformation und digitaler Beschleunigung.
Resilienz bedeutet hier, demokratische Werte und rechtsstaatliche Prinzipien auch in Krisensituationen als gemeinsamen Bezugspunkt zu erhalten.
Fakten-Check
Unsere Fakten-Check-Workshops sind Lern- und Diskussionsräume rund um digitale Öffentlichkeiten. Ausgehend von konkreten Beispielen zu Themen wie Russland–Ukraine-Krieg oder Migration geht es darum, wie Meinungen online entstehen, wie sich Bilder und Erzählungen verfestigen und welche Rolle dabei Social Media, Messenger und KI-basierte Anwendungen spielen. Im Mittelpunkt stehen Orientierung im Informationsfluss, ein reflektierter Umgang mit Konflikten und das, was wir als „digitale Zivilcourage“ verstehen: widerspruchsfähig bleiben, ohne die Gesprächsfähigkeit zu verlieren.
Didaktisch arbeiten wir direkt mit dem Material aus den Feeds der Teilnehmenden: Social-Media-Posts, Kurzvideos, Memes, Screenshots aus Chats. Diese werden gemeinsam gelesen, markiert und Schritt für Schritt geprüft – von der einfachen Quellenrecherche über Bild-Rückwärtssuche bis hin zur Nutzung von Faktencheck-Plattformen und grundlegenden Techniken der Verifikation von Bildern und Videos. Parallel dazu nehmen wir die Funktionslogiken der Plattformen in den Blick: Empfehlungsalgorithmen, Filterblasen, Echo-Kammern sowie KI-generierte Inhalte wie Deepfakes oder synthetische Bilder.
Alle Methoden sind so angelegt, dass sie in Schule, Jugendarbeit und Vereinsarbeit anschlussfähig bleiben und von den Teilnehmenden eigenständig weitergenutzt werden können.
Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Fake News im Internet, die von der Corona-Pandemie über Klimawandel bis zum Ukraine-Krieg reichen, ist es essenziell, junge Menschen mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, um Wahrheit von Falschheit zu unterscheiden. Der Workshop führt in die Welt der Fake News ein, beleuchtet deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und zeigt auf, wie Künstliche Intelligenz sowohl als Werkzeug zur Verbreitung als auch zur Bekämpfung von Falschinformationen eingesetzt wird.
Durch interaktive Übungen lernen die Teilnehmenden, Quellen kritisch zu hinterfragen, Informationen zu verifizieren und sich gegen manipulative Inhalte zu wappnen. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die Bedeutung von Medienkompetenz in der digitalen Ära zu schaffen und die Teilnehmenden zu befähigen, informierte Entscheidungen in der Informationsgesellschaft zu treffen. Ein Tag, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur aktiven Teilnahme an der demokratischen Diskussion anregt.
Die Inhalte und die Methodik des Workshops sind speziell auf die Bedürfnisse und Interessen junger Menschen zugeschnitten. Dieser maßgeschneiderte Ansatz gewährleistet eine hohe Relevanz und Zugänglichkeit für die jugendlichen Teilnehmenden, indem er die spezifischen Herausforderungen und die Mediennutzungsgewohnheiten dieser Zielgruppe berücksichtigt.
Durch die sorgfältige Anpassung des Programms streben wir danach, ein engagierendes und wirkungsvolles Lernerlebnis zu schaffen, das junge Menschen nicht nur informiert, sondern sie auch befähigt, kritisch und verantwortungsbewusst in der digitalen Informationslandschaft zu navigieren.
Zielsetzung:
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Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten zur Erkennung und Bewertung von Falschmeldungen (Fake News) in sozialen Netzwerken
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Förderung eines kritischen Umgangs mit Informationen aus dem Internet
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Aufklärung über das Phänomen Fake News und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik
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Einführung in die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Verbreitung und Erkennung von Fake News
Zielgruppe:
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Die Schüler:innen höherer Klassen (ab der 9. Klasse)
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Die interessierten Lehrkräfte und Multiplikatoren
Dauer:
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Kompakter Workshop (ca. 4 Stunden) mit Pausen
Migration ist Realität. Doch was daraus gemacht wird – in Schlagzeilen, Social-Media-Posts oder politischen Reden – ist oft weniger Realität als Inszenierung. Kaum ein Thema wird so emotional diskutiert, so gezielt vereinfacht, so wirksam instrumentalisiert.
Ob als Bedrohungsszenario oder Hoffnungsträgerin: Migration wird selten nüchtern erzählt. Statt differenzierter Analysen begegnen uns Dramatisierungen („Flüchtlingswelle“, „Überfremdung“), stereotype Bilder und schiefe Vergleiche. Politisch wird Migration regelmäßig zum Spielball: mal als Krisensignal, mal als Mobilisierungsthema im Wahlkampf, mal als Projektionsfläche für Ängste und Identitätsfragen.
Dabei ist der Umgang mit Fakten keineswegs immer sauber. Es wird ausgelassen, zugespitzt, emotionalisiert – bis die Grenze zur bewussten Desinformation überschritten ist. Besonders in sozialen Netzwerken zirkulieren verkürzte, manipulative oder schlicht falsche Darstellungen mit enormer Reichweite.
Was steckt dahinter? Wer gestaltet diese Erzählungen – und mit welchem Ziel? Und wie können wir diesen Mechanismen mit Fakten, Kontext und kritischem Blick begegnen?
Durch Inputs, Fallbeispiele und interaktive Übungen schärfen wir das Gespür für verzerrte Darstellungen, trainieren den kritischen Blick und entwickeln Werkzeuge für faktenbasierte Kommunikation.
Zielsetzung:
Der Workshop verfolgt das Ziel, Teilnehmende für die mediale und politische Darstellung von Migration zu sensibilisieren und ihnen praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, um Desinformation und manipulative Erzählmuster zu erkennen, einzuordnen und kritisch zu hinterfragen.
Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt:
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Verstehen, wie Migration in Medien, Politik und sozialen Netzwerken erzählt, gerahmt und instrumentalisiert wird
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Erkennen typischer Narrative, Stereotype und Manipulationstechniken in der öffentlichen Kommunikation über Migration
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Analysieren, wie Emotionen, Sprache und Bilder zur Meinungsbildung beitragen – bewusst oder unbewusst
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Einüben von einfachen, alltagstauglichen Faktencheck-Methoden und kritischen Leseweisen
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Stärken einer faktenbasierten, reflektierten und differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Migration – im Beruf, Ehrenamt oder Alltag.
Zielgruppe:
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Die Schüler:innen höherer Klassen (ab der 9. Klasse)
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Die interessierten Lehrkräfte und Multiplikatoren
Der Workshop will nicht nur Wissen vermitteln, sondern Handlungssicherheit schaffen: im Gespräch, in der pädagogischen Arbeit und im öffentlichen Raum.
Was wir nicht machen!
Im Workshop verzichten wir bewusst auf Übungen, bei denen Teilnehmende selbst Fake News erfinden oder verbreiten – auch nicht als Rollenspiel.
Gerade im schulischen und pädagogischen Kontext kann das Produzieren von Falschinformationen zu Missverständnissen führen, Stereotype ungewollt verstärken oder die Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität verwischen.
Stattdessen arbeiten wir mit echten Beispielen und legen den Fokus auf das Erkennen, Einordnen und Widerlegen von Desinformation. So stärken wir nachhaltige Medienkompetenz und fördern einen verantwortungsvollen Umgang mit Sprache und Fakten.
Our Team.
In unserem Team kommen Expertise zu Migrationsdebatten und gesellschaftlichen Narrativen, zu Desinformation und Faktencheck sowie zu KI und digitaler Medienkompetenz zusammen. Wir arbeiten daran, Bilder von Migration, kursierende Storys und datenbasierte Fakten professionell einzuordnen – immer mit Blick darauf, wie KI diese Debatten verändert.

Tengiz
Dalalishvili
Projektleitung
Schwerpunkt: Fake News

Dr. Konstanze
Jüngling
Referentin
Schwerpunkt: Migration

Dr. Zakaria Pourtskhvanidze
Referent
Schwerpunkt: KI

